Der Investmentfonds
Ein
Investmentfonds dient der Anlage von Vermögensgeldern. Über eine
Fondsgesellschaft (auch Kapitalanlagegesellschaft, kurz KAG
) zahlt der Anleger sein Geld in einen Investmentfonds ein und erhält dafür, entsprechend seiner Anlagesumme, Fondsanteile. Auf dieses Weise wird er zum Mit-Eigentümer des gesamten
Fondsvermögens, d.h. des Vermögens, das er und alle anderen Anleger in den gleichen Fonds investiert haben. Die Fondsgesellschaft ihrerseits managt und betreut das Fondsvermögen nach einem vorher festgelegten Anlageverfahren – z.B. als Anlage in Aktien, in festverzinsliche Wertpapiere (Rentenfonds) oder am Geldmarkt.
Die Fondsgesellschaft und ihre Aufgaben
Das Fondsvermögen wird von der Fondsgesellschaft professionell an den internationalen Finanzmärkten angelegt. Konkret bedeutet dies, das Fondsmanagement kauft je nach Anlageschwerpunkt des Fonds über die Börse Rentenpapiere oder Aktien. So ist das Geld des Anlegers direkt am Kapitalmarkt beteiligt und erwirtschaftet in der Regel deutlich höhere Renditen als herkömmliche Sparverträge.
Sicherheit/Unabhängigkeit für Ihr Geld
Das in den Fonds investierte Geld wird prinzipiell in einem
Fonds- oder Wertpapierdepot verwaltet. Dieses befindet sich, anders als Sparbücher oder Festgeldanlagen, in den Händen einer unabhängigen Depotbank und wird folglich separat vom Vermögen der Fondsgesellschaft verwahrt. Man bezeichnet es daher juristisch-richtig auch als Sondervermögen. Das Fondsvermögen gehört also ausschließlich den Anlegern und haftet nicht für die Verbindlichkeiten der Fondsgesellschaft / KAG.
Schutz des Anlegers durch Risikostreuung
Das Fondsvermögen wird von der KAG nach dem Prinzip der
Risikostreuung angelegt. Gesetzlich definierte Höchstgrenzen legen fest, wie viel maximal in einzelne Werte investiert werden darf. Bei Aktienfonds zum Beispiel darf kein Wert mehr als 10 Prozent des Fondsvermögens ausmachen. Die Werte, die mit mehr als 5 Prozent gewichtet sind, dürfen zusammen nicht mehr als 40 Prozent in einem Fonds ausmachen. So wird zum Schutz der Anleger sichergestellt, dass eine ausreichend große Streuung im Fonds gewährleistet ist.
Die Depotbank und ihre Aufgaben
Die
Depotbank verwahrt das Fondsvermögen. Sie ist von der Fondsgesellschaft rechtlich und personell unabhängig. Die Depotbank ist mit der Ausgabe und Rücknahme der Fondsanteile betraut und ermittelt börsentäglich deren
Rücknahmepreis. Mithilfe des täglich ermittelten
Fondspreises kann der Anleger jederzeit die Entwicklung seines Fonds verfolgen.